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Bremer Wohnungsmarktexperten stellen fest: Die zahlreichen
Versuche, Tenever aufzuwerten, waren nicht ausreichend. Ein
umfassendes Stadtumbauprogramm ist nötig, um die Probleme
der Großsiedlung zu lösen (detaillierte Informationen
erhalten Sie unter Fakten
& Zahlen):
- mehr als die Hälfte der Wohnungen werden zwangsverwaltet
- enormer Leerstand, insbesondere in den zwangsverwalteten
Beständen
- hoher Anteil von Arbeitslosen und Empfängern von Hilfe
zum Lebensunterhalt
- hoher Migranten- und Aussiedleranteil
- starke Abwanderung, insbesondere von Menschen unter 25 Jahren
Was muss das Konzept leisten?
- Krause-Wohnungen modernisieren beziehungsweise
abreißen
- attraktive, dauerhaft vermarktbare Wohnungen schaffen
- Abwanderung stoppen
- ausgewogene Bevölkerungsstruktur erreichen
- Eigentumsbildung fördern
- Neubauaktivitäten initialisieren
2000: Die Chance ist da
Unverhofft kommt oft: Ein Investor will einen Teil der »Krause-Bestände«
erwerben. Die Zwangsversteigerung scheitert, weil die Modernisierung
der Wohnungen nicht garantiert ist. Daraufhin verhandelt die
Stadt mit potenziellen Interessenten (unter anderen mit BIG
und GEWOBA), um Folgendes in Gang zu setzen:
- Auflösung der Zwangsverwaltung der »Krause-Wohnungen«
- Entwicklung eines ganzheitlichen Stadtumbaukonzeptes
- Umsetzung in Form eines Public-Private-Partnership
Im August 2001 beauftragt der Senat GEWOBA und BIG damit,
die Krause-Bestände in einem Zwangsversteigerungsverfahren
zu erwerben. Grundlage sind die 550 DM pro Quadratmeter, die
zuvor vom Investor geboten wurden. Drei der vier Gläubigerbanken
erklären sich im Dezember 2001 bereit, die Wohnungen zu
diesem Preis aus der Pfandhaft zu entlassen. Im März 2003
kann die OTG daraufhin 1.306 Wohnungen (rund 90.000 Quadratmeter)
und 34 Gewerbeobjekte (zirka 2.900 Quadratmeter) kaufen.
2001: Das Konzept reift
Parallel zu den Kaufverhandlungen treiben die Hauptakteure
BIG und GEWOBA die Entwicklung des ganzheitlichen Stadtumbaukonzeptes
voran. Mit dabei: das Bauressort, das Sozialressort und die
Ämter für soziale Dienste, für Stadtplanung
und Bauordnung sowie für Wohnung und Städtebauförderung.
In die Planung fließen die Ergebnisse des Bremer Entwicklungskonzeptes
von 1999, des Bremer Wohnungsberichtes 2000/1 und der Programme
»Wohnen in Nachbarschaften« (WIN) und »Soziale
Stadt« ein. In der Vorbereitungsphase (März bis August
2001) sind zudem externe Experten, mögliche Investoren
und Vertreter der Bewohner des Stadtteils im Planungsstab vertreten.
In der zweiten Phase (bis 2002) werden die Planungen konkretisiert
und ein Businessplan für die zu gründende Projektgesellschaft
erstellt.
2003: Das Public-Private-Partnership wird umgesetzt
Die OTG übernimmt mit ihrer Gründung im Februar
2003 die weitere Organisation und ist seither für die
Umsetzung des Konzeptes verantwortlich. Als Schnittstelle
zwischen der OTG und der Verwaltung fungiert eine Lenkungsgruppe.
Die BIG übernimmt neben der Gesellschafterrolle auch
die Funktion eines Treuhänders der Freien Hansestadt
Bremen ein weiteres Element des Public-Private-Partnership.
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