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1999: Abwärtstrend hält an

   

Bremer Wohnungsmarktexperten stellen fest: Die zahlreichen Versuche, Tenever aufzuwerten, waren nicht ausreichend. Ein umfassendes Stadtumbauprogramm ist nötig, um die Probleme der Großsiedlung zu lösen (detaillierte Informationen erhalten Sie unter Fakten & Zahlen):

  • mehr als die Hälfte der Wohnungen werden zwangsverwaltet
  • enormer Leerstand, insbesondere in den zwangsverwalteten Beständen
  • hoher Anteil von Arbeitslosen und Empfängern von Hilfe zum Lebensunterhalt
  • hoher Migranten- und Aussiedleranteil
  • starke Abwanderung, insbesondere von Menschen unter 25 Jahren
Was muss das Konzept leisten?
  • „Krause-Wohnungen“ modernisieren beziehungsweise abreißen
  • attraktive, dauerhaft vermarktbare Wohnungen schaffen
  • Abwanderung stoppen
  • ausgewogene Bevölkerungsstruktur erreichen
  • Eigentumsbildung fördern
  • Neubauaktivitäten initialisieren
2000: Die Chance ist da
Unverhofft kommt oft: Ein Investor will einen Teil der »Krause-Bestände« erwerben. Die Zwangsversteigerung scheitert, weil die Modernisierung der Wohnungen nicht garantiert ist. Daraufhin verhandelt die Stadt mit potenziellen Interessenten (unter anderen mit BIG und GEWOBA), um Folgendes in Gang zu setzen:
  • Auflösung der Zwangsverwaltung der »Krause-Wohnungen«
  • Entwicklung eines ganzheitlichen Stadtumbaukonzeptes
  • Umsetzung in Form eines Public-Private-Partnership
Im August 2001 beauftragt der Senat GEWOBA und BIG damit, die Krause-Bestände in einem Zwangsversteigerungsverfahren zu erwerben. Grundlage sind die 550 DM pro Quadratmeter, die zuvor vom Investor geboten wurden. Drei der vier Gläubigerbanken erklären sich im Dezember 2001 bereit, die Wohnungen zu diesem Preis aus der Pfandhaft zu entlassen. Im März 2003 kann die OTG daraufhin 1.306 Wohnungen (rund 90.000 Quadratmeter) und 34 Gewerbeobjekte (zirka 2.900 Quadratmeter) kaufen.

2001: Das Konzept reift
Parallel zu den Kaufverhandlungen treiben die Hauptakteure BIG und GEWOBA die Entwicklung des ganzheitlichen Stadtumbaukonzeptes voran. Mit dabei: das Bauressort, das Sozialressort und die Ämter für soziale Dienste, für Stadtplanung und Bauordnung sowie für Wohnung und Städtebauförderung.
In die Planung fließen die Ergebnisse des Bremer Entwicklungskonzeptes von 1999, des Bremer Wohnungsberichtes 2000/1 und der Programme »Wohnen in Nachbarschaften« (WIN) und »Soziale Stadt« ein. In der Vorbereitungsphase (März bis August 2001) sind zudem externe Experten, mögliche Investoren und Vertreter der Bewohner des Stadtteils im Planungsstab vertreten. In der zweiten Phase (bis 2002) werden die Planungen konkretisiert und ein Businessplan für die zu gründende Projektgesellschaft erstellt.

2003: Das Public-Private-Partnership wird umgesetzt
Die OTG übernimmt mit ihrer Gründung im Februar 2003 die weitere Organisation und ist seither für die Umsetzung des Konzeptes verantwortlich. Als Schnittstelle zwischen der OTG und der Verwaltung fungiert eine Lenkungsgruppe. Die BIG übernimmt neben der Gesellschafterrolle auch die Funktion eines Treuhänders der Freien Hansestadt Bremen – ein weiteres Element des Public-Private-Partnership.
   
OTG Osterholz-Tenever-Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG
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