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Rückbau – die radikale Lösung

   

Häuser ganz oder zum Teil abzureißen ist sicher ein gravierender Einschnitt, der aber angesichts rückläufiger Bewohnerzahlen, vernachlässigter Gebäude und leer stehender Wohnungen unvermeidlich ist.

Zwei große Blöcke müssen komplett weichen: 407, auch als Kessler-Block bekannt, hat die OTG 2004 abgerissen, Block 410 in 2006. Damit hat die OTG ihre Abrissarbeiten abgeschlossen und 649 ehemalige Krause-Wohnungen aus dem Bestand genommen. Massive bauphysikalische Mängel, der vernachlässigter Zustand und nicht zuletzt die unmoderne Grundrissgestaltung hatten eine Instandsetzung und Modernisierung der Gebäude unter vertretbaren finanziellem Aufwand unmöglich gemacht.

Drei zweigeschossige Gebäude mit Altenwohnungen, Gewerbe und sozialen Einrichtungen, sind wie geplant komplett zurückgebaut. Hier entstehen PKW-Stellplätze.

Zwei weitere Gebäude werden nur teilweise abgerissen: Block 414 und 415 Anfang 2006. Diese Z-förmigen Riegelbauten bildeten gemeinsam mit den gegenüberliegenden Häusern geschlossene Wohnhöfe, die nun geöffnet sind.

Problemzonen sind beseitigt

Die separate Fußgängerebene, die früher Häuser, Zentrum und Marktplatz miteinander verband, ist vollständig entfernt. Als Kommunikationsebene für die Bewohner geplant, war sie mit ihren unübersichtlichen Auf- und Abgängen von Anfang an eine Problemzone. Im Zuge dieser Maßnahmen ist auch die Fußgängerbrücke über der Otto-Brenner-Allee entfernt worden.

Weniger Wohnungen, weniger Bewohner, weniger Stellplätze: Mit den Blöcken 407 und 410 verschwanden auch die dazugehörigen Tiefgaragen, die wegen Sicherheitsproblemen von den Bewohnern ohnehin nicht akzeptiert wurden. Verbleibende Tiefgaragen im Bereich der weiteren Häuser werden durch Teilrückbau auf 841 Plätze reduziert.

Der Rückbau erfolgt konventionell. Dabei anfallende Wert- oder Schadstoffe werden recycelt beziehungsweise entsorgt.
  Zoom Übersicht der Maßnahmen
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